Donnerstag, 23. November 2017 07:43:39

medienhb.Empfangstechnik

Digital Video Broadcasting - Terrestrial (DVB-T)

Hier finden Sie Informationen zum Empfang digital terrestrischer Fernsehsignale, aktueller Entwicklungen zum Thema DVB-T und DVB-T2, sowie eine Übersicht aktueller Kanalwechsel in den jeweiligen Versorgungsgebieten.

Kanalwechsel

In den folgend genannten Sendegebieten wird zum Empfang der Programme nach dem Kanalwechsel ein erneuter Programmsuchlauf auf dem DVB-T-Empfangsgerät erforderlich sein.

Region / Bundesland: Bayern

am 15.Juli 2009
Sendegebiet / Standort neuer Kanal alter Kanal Bouquet Programme
München Olympiaturm 54 10 ARD Das Erste, Arte, Phoenix, EinsPlus
Wendelstein 54 10 ARD Das Erste, Arte, Phoenix, EinsPlus
Nürnberg Fernsehturm 55 6 ARD Das Erste, Arte, Phoenix, EinsPlus
Dillberg (1) 55 6 ARD Das Erste, Arte, Phoenix, EinsPlus
Bemerkung
  • Umstellung vom VHF- auf den UHF-Bereich
  • Zuschauer-Information ab 24.Juni per Laufschrift
  • (1) zusätzlicher Polarisationswechsel von horizontal auf vertikal
Region / Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern

am 19.November 2009
Sendegebiet / Standort neuer Kanal alter Kanal Bouquet Programme
Schwerin 53 54 ZDF ZDF, ZDFinfokanal, KIKA/ZDFdokukanal, 3sat
Quelle: Landesmedienanstalten
DVB-T - Grundlagen zum digitalen Antennenfernsehen

Was ist DVB-T?

Der Ausdruck definiert die digital-terrestrische Verbreitung von Radio- und Fernsehsignalen. Zum Empfang wird, je nach Standort, eine Zimmer-, Außen- oder Dachantenne in Verbindung mit einem speziellen DVB-T-fähigen Receiver (Set-Top-Box) benötigt.

Warum DVB-T?

Mit DVB-T soll in Deutschland die analoge Fernsehverbreitung über Antenne bis 2010 digital umgestellt werden. DVB-T bietet gegenüber dem analog-terrestrischen Fernsehen eine verbesserte Bild- und Tonqualität, eine höhere Programmauswahl, den Empfang digitaler Zusatzdienste und die Möglichkeit, den elektronischen Programmführer EPG zu nutzen.

Welche Programme bietet DVB-T?

Das Programmangebot variiert je nach Region. Bei den öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten sind auf alle Fälle ARD, ZDF, das lokale „Dritte“ und weitere ausgewählte Sender zu empfangen. Die Privatsender sind aus wirtschaftlichen Gründen nur in Gebieten mit hoher Bevölkerungsdichte empfangbar. Dabei sind i.d.R. die Sender der RTL-Group und der ProSiebenSAT.1 Media AG zusammen mit kleineren Privatsendern vertreten. Radiosender sind über DVB-T in Deutschland bisher nur in der Region Berlin/Brandenburg zu empfangen.

DVB-T-Empfangsgebiete, bundesweit Die Belegung der Sendekapazitäten ist von der zuständigen Landesmedienanstalt des jweiligen Bundeslandes abhänig, wodurch regional Unterschiede in der Programmbelegung auftreten.
Stand 2008 / Quelle: Das Überallfernsehen

Ist das vorhandene Fernsehgerät für DVB-T weiter einsetzbar?

Ja, es muss aber ein DVB-T Receiver zwischen Fernseher und Antenne geschaltet werden, der die digitalen Signale für das TV-Gerät „übersetzt“. Neuere Fernsehgeräte verfügen sogar vereinzelt über ein integriertes DVB-T Modul, so dass kein Receiver mehr notwendig ist.

Welche Antenne wird benötigt?

Die Auswahl der passenden Antenne hängt ganz vom jeweiligen Standort ab. In Städten reicht im Normalfall eine Zimmer- oder Außenantenne aus. Außerhalb der Kerngebiete muss eine Dachantenne eingesetzt werden. Dabei sind alte Hausantennen problemlos verwendbar. Je nach Region muss evtl. das UHF-Empfangsteil um 90° auf die vertikale Position gedreht werden.

Wie funktioniert DVB-T?

Alle DVB-T Signale werden von einem Sendeturm/-mast ausgehend im MPEG-2-Verfahren übertragen. Dabei werden gleichgroße Datenpakete vom Sender zum Empfänger geleitet. Es können so gleichzeitig Bild- und Tonsignale sowie Datendienste zusammengefasst in einem MPEG-2 Stream übertragen werden. Da die verfügbaren Frequenzen eingeschränkt sind, werden die Signale vor der Übertragung komprimiert. Somit ist es möglich, mehrere Programme auf einem Kanal zu übertragen. Bei DVB-T werden QPSK, 16-QAM und 64-QAM verwendet. Diese ermöglichen die Übertragung von 2, 4 bzw. 6 Bits je Symbol.

Welche anderen Endgeräte können noch angeschlossen werden?

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