Dienstag, 21. November 2017 17:30:21

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DVB-T

DVB-T - Digitales Fernsehen über Antenne (portabler, mobiler Empfang)

DVB-T (Digital Video Broadcasting - Terrestrial)

Der Standard DVB-T definiert die digital-terrestrische Verbreitung von Radio- und Fernsehsignalen. Zum Empfang wird, je nach Standort, eine Zimmer-, Außen- oder Dachantenne sowie ein spezieller DVB-T-Receiver (Set-Top-Box) benötigt. Nachfolger wird der in Entwicklung befindliche Standard DVB-T2.

Wie funktioniert DVB-T?

Alle DVB-T Signale werden von einem Sendeturm/-mast ausgehend im MPEG-2-Verfahren übertragen. Dabei werden gleichgroße Datenpakete vom Sender zum Empfänger geleitet. Es können so gleichzeitig Bild- und Tonsignale sowie Datendienste zusammengefasst in einem MPEG-2 Stream übertragen werden. Da die verfügbaren Frequenzen eingeschränkt sind, werden die Signale vor der Übertragung komprimiert. Somit ist es möglich, mehrere Programme auf einem Kanal zu übertragen. Bei DVB-T werden QPSK, 16-QAM und 64-QAM verwendet. Diese ermöglichen die Übertragung von 2, 4 bzw. 6 Bits je Symbol.

Technische Details zu DVB-T

  • Modulationsart: COFDM
  • Übertragungskapazität je Kanal: 4-22Mbit/s
  • Empfang durch Stabantenne
  • stationärer, portabler, mobiler Empfang

Warum DVB-T?

Durch die fortschreitende Digitalisierung der terrestrischen Verbreitungswege, konnte Ende 2008 die komplette analoge Fernsehverbreitung über Antenne eingestellt werden. DVB-T bietet gegenüber dem analog-terrestrischen Fernsehen eine verbesserte Bild- und Tonqualität, eine höhere Programmauswahl, den Empfang digitaler Zusatzdienste und die Möglichkeit, den elektronischen Programmführer EPG zu nutzen.

Welche Programme bietet DVB-T?

Das Programmangebot variiert je nach Region. Bei den öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten sind in jedem Fall Das Erste, ZDF, das lokale „Dritte“ und weitere ausgewählte Sender zu empfangen. Die Privatsender sind aus wirtschaftlichen Gründen nur in Gebieten mit hoher Bevölkerungsdichte empfangbar. Dabei sind in der Regel die Sender der Mediengruppe RTL Deutschland (RTL Television, RTL II, VOX, Super RTL) und der ProSiebenSat.1 Media AG (SAT.1, ProSieben, kabel eins, N24) zusammen mit kleineren Privatsendern vertreten. Radiosender sind über DVB-T in Deutschland bisher nur in der Region Berlin/Brandenburg zu empfangen. Mit VISEO+ werden im Sendegebiet Stuttgart und Halle/Leipzig weitere Programme angeboten.

DVB-T-Empfangsgebiete, bundesweit

Die Belegung der Sendekapazitäten ist von der zuständigen Landesmedienanstalt des jweiligen Bundeslandes abhänig, wodurch regional Unterschiede in der Programmbelegung auftreten.
Stand 12/2008 / Quelle: ALM Jahrbuch 2008

Ist das vorhandene Fernsehgerät für DVB-T weiter einsetzbar?

Ja, es muss aber ein DVB-T Receiver zwischen Fernseher und Antenne geschaltet werden, der die digitalen Signale für das TV-Gerät „übersetzt“. Neuere Fernsehgeräte verfügen sogar vereinzelt über ein integriertes DVB-T Modul, so dass kein Receiver mehr notwendig ist.

Welche Antenne wird benötigt?

Die Auswahl der passenden Antenne hängt ganz vom jeweiligen Standort ab. In Städten reicht im Normalfall eine Zimmer- oder Außenantenne aus. Außerhalb der Kerngebiete muss eine Dachantenne eingesetzt werden. Dabei sind alte Hausantennen problemlos verwendbar. Je nach Region muss evtl. das UHF-Empfangsteil um 90° auf die vertikale Position gedreht werden.

Wie werden die Geräte verbunden?

Welche anderen Endgeräte können noch angeschlossen werden?

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