Sonntag, 19. November 2017 01:37:42

medienhb.Empfangstechnik

DVB-S

DVB-S - Digitales Fernsehen über Satellit (Flächenversorgung)

DVB-S (Digital Video Broadcasting - Satellite)

Der Standard DVB-S definiert die digitale Ausstrahlung von Radio- und Fernsehsignalen über Satellit. Zum Empfang werden eine Parabolantenne (Satellitenschüssel) und ein spezieller DVB-S-Receiver (Set-Top-Box) benötigt.

Wie funktioniert DVB-S?

Alle zu übertragenen Inhalte werden zunächst von einer Uplinkstation des jeweiligen Senders oder eines Distributionsdienstleisters im MPEG-2 Verfahren in Form von Transpondern ins Weltall zum entsprechenden Satelliten übertragen. Der wiederum verteilt das Signal über seine jeweilige Ausleuchtzone. Bei ASTRA 19,2° Ost wäre dies Europa. Der Zuschauer kann nun über seine installierte Satellitenschüssel von allen angebotenen Fernseh- und Radioprogrammen profitieren. DVB-S bietet zudem, im Vergleich zu allen anderen Empfangswegen, die bestmögliche Bild- und Tonqualität. Als Modulationsverfahren wird QPSK (Quadrature Phase Shift Keying) angewandt. Es werden 2 Bits pro Sendesymbol übertragen.

Technische Details zu DVB-S

  • Modulationsart: QPSK
  • Übertragungskapazität je Transponder: 33-38 Mbit/s
  • Empfang durch Parabolantenne
  • stationäre Flächenversorgung

Welche Programme bietet DVB-S?

Dies hängt ganz vom Satellitenbetreiber ab. Für Deutschland sind hauptsächlich die Satelliten ASTRA 19,2° Ost und Eutelsat 13° Ost von Bedeutung. Über diese Satelliten werden nahezu alle wichtigen deutschen Fernseh- und Radioprogramme frei empfangbar abgestrahlt. Dazu zählen alle öffentlich-rechtlichen Sender sowie eine Vielzahl von privaten Radio- und Fernsehveranstaltern. Pay-TV Angebote (z.B. Sky, ORF etc.) sind gegen Gebühr und mit Smartcard ebenfalls empfangbar.

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