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HD-Logos

HD ready-Logo Am 19. Januar 2005 hat die EICTA (European Information, Communications and Consumer Electronics Industry Technology Association), ein Zusammenschluss führender Unternehmen der Informations- und Kommunikationsbranche und Unterhaltungselektronik, das "HD ready-Logo" eingeführt. Der Grund dafür war die bis dahin unterschiedliche oder mangelhafte Kennzeichnung der Hersteller für Bildsichtgeräte in Bezug auf die HD- bzw. HDTV-Kompatibilität der auf dem Markt befindlichen Geräte.

Damit wurde der Grundstein für eine verbesserte Zuordnung und Vergleichbarkeit für den Endverbraucher geschaffen. Nachfolgend erhalten Sie einen Überblick über die Spezifikationen der einzelnen HD-Logos.

Entwicklung und weiterführende Informationen

Mit diesen Labels hat der Europäische Industrieverband die Mindestanforderungen für HDTV-Displays festgelegt, sodass, auch wenn sich die im Markt erhältlichen Bildschirme erheblich unterscheiden, auf den Displays Programme von allen Anbietern dargestellt werden können. Nun wird der Konsument beim Thema HDTV immer wieder mit zwei unterschiedlichen Formaten konfrontiert: 720p (=720 Bildzeilen progressiv) und 1080i (=1080 Bildzeilen interlaced, Halbbilder). Dies bedeutet jedoch nicht, dass die größere Zahl auch die bessere Bildqualität liefert.

Im Format 1080i werden pro Sekunde 50 Halbbilder mit jeweils 540 Zeilen und beim Format 720p immer 50 Vollbilder mit 720 Zeilen gesendet. Bei 720p werden demnach doppelt so viele Vollbilder pro Sekunde übertragen wie bei 1080i: Das Format löst Bewegungen dadurch deutlich feiner auf und der Schärfeeindruck bewegter Szenen ist besser. Für Bewegtbilder im Fernsehen kann das Format 720p somit tatsächlich eine bessere Bildqualität als 1080i bieten. Eine Übertragung auf Basis von Halbbildern (i=“interlaced“, englisch für Zeilensprung), setzt auf das veraltete Zeilensprungverfahren auf, das für das herkömmliche Fernsehen entwickelt wurde. Alle Flachbildschirme stellen Bilder aber grundsätzlich als Vollbilder dar. Diese progressive Darstellungsweise von Bildinhalten im Format 1080i erfordert in den Geräten einen als „De-Interlacing“ bezeichneten Verarbeitungsschritt, der aus Halbbildern wieder die entsprechenden Vollbilder berechnet. Vor allem bei der Darstellung von sich bewegenden Objekten und Kamera-Schwenks kann dies bei unterschiedlichen Halbbildern zu deutlicher Unschärfe führen.

Das 720p-Format (p= progressiv, englisch für Vollbild) nutzt hingegen die volle zeitliche Auflösung und liefert dem Bildschirm 50 Vollbilder (mit 720 Zeilen) pro Sekunde. Ein De-Interlacing ist nicht erforderlich und Bewegungsartefakte existieren bei der progressiven Darstellung nicht. Neben diesen beiden für die Fernsehausstrahlung geeigneten HDTV-Formaten 720p/50 und 1080i/25 gibt es auch noch weitere HDTV-Formate, die für die Produktion von Filmen und Dokumentationen verwendet werden und daher uf den meisten Blu-Ray-Discs Verwendung finden. Die Formate heißen 1080p/24 und 1080p/25, sie spielen jedoch für die HD-Labels keine Rolle.


HDTV | HDTV 1080p | HDready 1080p | Full HD

Logo für HDTV-fähige Receiver, Set-Top-Boxen und Fernseher mit integriertem HD-Receiver, die MPEG2 und MPEG4/H.264-Videosignale in 720p und 1080i mit 50 Hertz wiedergeben müssen. Die HDTV-fähigen Geräte müssen auch mit einem "HD-ready" Bildschirm kommunizieren können, demnach über YUV, DVI oder HDMI-Ausgang verfügen. Digitaler Audioausgang über HDMI. Das neue HDTV-Logo wurde durch die EICTA am 31. August 2005 eingeführt.

Für Bildschirme mit integriertem HDTV-Receiver für DVB-S, DVB-S2 und DVB-C-Signale. Dekodierung von MPEG-2 und MPEG-4/AVC. Analogeingang: YUV, digital: HDMI oder DVI mit HDCP, Overscan im Setup-Menü abschaltbar. Auflösungen YUV: 720p (1280x720 progressiv) und 1080i (1920x1080 interlaced) mit Frequenzen von 50/60 Hertz. Per HDMI oder DVI: 720p (1280x720 progressiv), 1080i (1920x1080 interlaced) in 50/60 Hz, 1080p (1920x1080 progressiv) 50/60 Hertz, 1080p/24 Hz (24p) und (1920x1080 progressiv).

Seit 30. August 2007 garantiert das HD ready 1080p Logo zusätzlich zu den Eigenschaften von HD ready u.a. native 16:9-Auflösung von wenigstens 1080 Zeilen. Das Display besitzt einen Modus für eine Darstellung ohne Overscan/mit Underscan des gesamten Bildes der verbindlich vorgeschrieben unterstützten HD Videoformate, die eine Auflösung von 1920x1080 (1080i, 1080p) habe und digital empfangen werden. Das Display kann jedes der geforderten 1080p-Videoformate mit der gleichen oder höherer Bildwiederholrate darstellen. Dabei benutzt das Display mindestens 1080 Zeilen und mindestens 1920 Pixel in horizontaler Richtung Schnittstellen: Das Display akzeptiert HD über folgende Eingänge: Analog YPbPr (Komponenteneingang) und DVI oder HDMI. Der analoge HD-fähige Eingang (YPbPr) akzeptiert die folgenden HD-Videoformate 1280x720 mit 50 und 60 Hz progressiv ("720p"), 1920x1080 mit 50 und 60 Hz interlaced ("1080i"). Der digitale HD-fähige Eingang (DVI oder HDMI) akzeptiert die Videoformate 1280x720 mit 50 und 60 Hz progressiv ("720p") und 1920x1080 mit 50 und 60 Hz interlaced ("1080i) und 1920x1080 mit 24 und 50 und 60 Hz progressiv ("1080p"). Der digitale HD-fähige Eingang (DVI oder HDMI) unterstützt das Verschlüsselungsverfahren (HDCP).

Die Bezeichnung und das Label Full HD gehört nicht zu den offiziellen Siegel der EICTA. Es gibt dafür keine verbindlichen Festlegungen für die Leistungsmerkmale. die Manche Hersteller verwenden/verwandten dieses Logo für Geräte, die die maximal mögliche HD-Auflösung von 1920 x 1080 Pixel jedoch darstellen können.

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