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Axel Springer-Boss Döpfner stellt sich hinter ZDF-Chefredakteur Brender

18.10.2009 22:00 | ZDF (Zweites Deutsches Fernsehen)

Der Axel Spinger-Chef Mathias Döpfner (Foto) hat sich in der „Bild am Sonntag“ für ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender ausgesprochen und warnt vor einem „Totalschaden“ beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Hessens Ministerpräsident Roland Koch (CDU), Vize-Vorsitzender des ZDF-Verwaltungsrats versucht seit längerem einer Vertragsverlängerung Brenders entgegen zu wirken. Ende November soll beim ZDF über Brenders Zukunft entschieden werden.

In der „Bild am Sonntag“ sagte Döpfner: „Ob Nikolaus Brender ein guter ZDF-Chefredakteur ist, das wissen wir nicht. Fest steht nur, er ist kein Parteigänger, sondern journalistisch unabhängig, was sowohl Gerhard Schröder als auch Angela Merkel schmerzlich in Erinnerung haben. Deshalb ist es unklug und inakzeptabel, wie jetzt einige CDU-Politiker versuchen, Brender loszuwerden.“ Es geht in diesem Fall aber um mehr als nur die Zukunft von Nikolaus Brender, es geht um den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, so der Spinger-Boss weiter.

Wenn diese Haltung seitens der CDU beibehalten wird und man den ZDF-Intendanten Schächter daran hindert, Chefredakteur Brender zu halten, riskierte man viel. „Der Ruf des ZDF wäre ramponiert, denn jeder würde verstehen: Hier wählen sich die Politiker selbst die Journalisten, die nett über sie berichten“. Eine Verfassungsklage könnte möglicherweise das ganze System sprengen, wenn sich die Rechtswidrigkeit dieses Vorgehens erwiese, so Döpfner.

Quelle: BamS / kress
Bild: © PR Axel-Springer-Verlag

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