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Kleiner Fauxpas bei ZDF-Spielshow "Die Pyramide"

11.08.2012 11:26 | ZDF (Zweites Deutsches Fernsehen)

ZDF Spielshow Die Pyramide moderiert von Micky Beisenherz und Schiedsrichter Joachim Llambi © ZDF/Rico Rossiva Scheinbar erleben Gameshows ein Comeback im deutschen Fernsehen. Beliebte Klassiker tauchen in neuem Gewand, aber mit bekannten Regeln und Abläufen wieder auf. So geschehen auch im ZDF, das die Spielshow "Die Pyramide" wieder aufleben lässt. Ursprünglich wurde die Sendung vom 16. März 1979 bis 1994 im ZDF ausgestrahlt und 155 Mal von Dieter Thomas Heck moderiert. Die Rolle des Moderators übernimmt nun Micky Beisenherz, als Schiedsrichter fungiert der aus der Tanzshow "Let´s Dance" bekannte Juror Joachim Llambi. Und bevor die Sendung dann ab 27. August einen Sendeplatz im ZDF-Nachmittagsprogramm findest, durfte sie erstmal beim Schwesterkanal ZDFneo ran.

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Die Woche über betrachtet, gab es mit 90.000 Zuschauern zu Wochenbeginn einen recht ordentlich Start für das Format, welches sich nach einem Einbruch an den Folgetagen zum Freitag hin wieder mit 40.000 Zuschauer erholen konnte. Alles in allem ganz okay, wenn man bedenkt, dass nebenher noch die Olypischen Spiele laufen.

Doch greifen wir mal die zweite Sendung vom 7. August 2012 heraus. Als prominente Gäste spielen Sky-Kommentator Marcel Reif und Schauspielerin Esther Schweins mit ihren jeweiligen Partnern um den Einzug ins Finale und auch der vermeintlich strenge Schiedsrichter Joachim Llambi meldet sich während der Sendung des öfteren zu Wort, um einen fairen Spielverlauf zu gewährleisten. Bis zum Finale war dies auch ohne Zweifel der Fall.

Hier geht es dann maximal um 10.000 Euro, je nachdem welche Spielstufe ein Kandidat spielen möchte. Nach dem Überstehen der ersten Runden mit 250 Euro, 500 Euro und 1.000 Euro Gewinnchance, folgte die Entscheidung des Kandidaten noch um die nächsthöhere Gewinnstufe von 2.500 Euro zu spielen. Erforderlich sind dann sechs von zehn Begriffe, die innerhalb von einer Minute aus den Beschreibungen des Erklärenden genannt werden müssen. Und jetzt wird es interessant. Spielteilnehmer Dirk Hasenfuss errät die notwendige Anzahl der von Esther Schweins umschriebenen Begriffe des Themenbereichs "Baustelle". Genannt und als richtig anerkannt wurden die Wörter Bagger, Umleitung, Lärm, Bauzaun, Kran und Presslufthammer.

Doch dabei umschrieb Esther Schweins den Begriff Bauzaun mit den Worten: "Um eine Baustelle herum wird ein ... gebaut." Soweit wir die Regeln verstanden haben, dürften also in der Umschreibung weder die Wörter "Baustelle" noch "gebaut" vorkommen, da diese denselben Wortstamm haben, wie der gesuchte Begriff. Dennoch wurde der Punkt gegeben. Offensichtlich haben hier die in der Sendung erklärten Regeln keine Bedeutung. Im Sinne eines gerechten Spiels für alle Beteiligten wäre eine nochmalige Erklärung gerade zur Schlussrunde sinnvoll gewesen.

Natürlich gratulieren auch wir Herrn Hasenfuss zu seinem Gewinn, zumal dieser in seiner Raterunde noch 19 Sekunden Zeit übrig hatte und im Falle des Falles sicher noch einen weiteren Begriff erraten hätte. Wer die Sendung verpasst hat, kann diese auch noch jetzt in der ZDFmediathek abrufen.
 

(jm)

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