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Studie: Positiver Trend bei RTL- und Sat.1-Regionalfenster

12.12.2009 23:00 | ZAK (Kommission für Zulassung und Aufsicht)

Die Regionalfenster auf RTL und Sat.1 erfüllen die formalen und publizistischen Anforderungen der so genannten Fernsehfensterrichtlinie (FFR). Inhaltlich hat sich der positive Trend bei den Regionalfensterprogrammen fortgesetzt. So wurde insbesondere die im vergangenen Jahr als teilweise „grenzwertig“ anzusehende Programmpraxis von „Guten Abend RTL – NRW“ und „Guten Abend RTL – Hessen“ deutlich modifiziert. Sie ist im aktuellen Berichtszeitraum nicht mehr zu kritisieren. Zudem sind Gewinnspiele nur noch in eingeschränkter Form bei drei Regionalfenstern vorhanden.

Dies sind die wesentlichen Ergebnisse einer Untersuchung, die das Institut für Medienforschung IMGÖ im Auftrag der Landesmedienanstalten durchgeführt hat. Der ZAK-Beauftragte für Programm und Werbung der Landesmedienanstalten, Prof. Dr. Norbert Schneider, bilanziert: „Insgesamt hat sich der positive Trend des letzten Jahres fortgesetzt. Hervorzuheben ist auch, dass die Redaktionen der Regionalfenster mittlerweile herausragende landespolitische Ereignisse journalistisch angemessen berücksichtigen.“

Die Anerkennung der Regionalprogramme durch die Medienaufsicht ist entscheidend, falls ein Sender oder eine Sendergruppe die konzentrationsrechtlich zulässige Grenze von 25 Prozent Marktanteil überschreitet. Da die Regionalfenster von RTL und Sat.1 die Vorgaben erfüllen, werden auf die Senderfamilien zwei Prozent Marktanteil angerechnet. Dazu kommen weitere drei Prozent, wenn Drittsendezeiten zur Verfügung gestellt werden müssen.

Bei zwei Programmfenstern im Norden (Hamburg/Schleswig-Holstein und Niedersachsen/Bremen) zeigt sich die Tendenz, den niedrigen Umfang in der Politikberichterstattung weiter zu reduzieren, indem mehr „Human Touch Themen“ eingebracht werden, die im Sinne der Fernsehfensterrichtlinie als „grenzwertig“ eingeschätzt werden.

Da die Veranstalter jederzeit damit rechnen müssen, dass ihre Inhalte überprüft werden, dient die Inhaltsanalyse auch zur Qualitätssicherung im redaktionellen Alltag sowie zur Aufrechterhaltung journalistischer Standards bei der Regionalberichterstattung.

Untersucht wurden über einen Zeitraum von einem Jahr insgesamt 200 Einzelsendungen und über 100 Programmstunden, die stichprobenartig nach dem Zufallsprinzip ausgewählt wurden.

Die Fernsehfensterrichtlinie gibt werktäglich außer samstags eine Bruttosendezeit von 30 Minuten vor. Hiervon entfallen sechs Minuten auf die maximale Werbedauer und 20 Minuten auf redaktionell gestaltete regionale Sendezeit, von der im Wochendurchschnitt mindestens 10 Minuten regionale, aktuelle und ereignisbezogene Inhalte ausgestrahlt werden müssen.

Quelle: ZAK

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