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Positive Bilanz 2010: VPRT-Mitglieder starten optimistisch in das Jahr 2011

16.01.2011 23:00 | Verband Privater Rundfunk und Telemedien e.V. (VPRT)

Der Verband Privater Rundfunk und Telemedien e. V. (VPRT) zieht positive Bilanz für das zurückliegende Jahr 2010.

Radio, Fernsehen und Multimedia haben in Deutschland im zurückliegenden Jahr weiter an Relevanz gewonnen. Fernsehen erreichte laut AGF pro Tag im Durchschnitt mehr als 70 Prozent der Bevölkerung und die Zuschauer schalteten im vergangenen Jahr durchschnittlich 223 Minuten täglich ein (2009: 212 Minuten; 2008: 207 Minuten). Radio erreichte laut ag.ma pro Tag sogar fast 80 Prozent der Bevölkerung, die Hörer schalteten durchschnittlich 251 Minuten (2009: 241 Minuten; 2008: 243 Minuten) täglich ein. Auch die Nutzung von Online- und Mobile-Angeboten hat im zurückliegenden Jahr zugenommen, bleibt allerdings hinter der Radio- und TV-Nutzung zurück.

Diese hohen Akzeptanzwerte in Verbindung mit der konjunkturellen Erholung spiegeln sich in der positiven Entwicklung der Brutto-Werbeerlöse 2010 wieder. Nielsen Media Research verzeichnet für das Gesamtjahr 2010 in der Fernsehwerbung ein Plus von 16,2 Prozent, in der Radiowerbung von 5,2 Prozent und in der Internetwerbung sogar ein Plus von 34,8 Prozent. Allerdings handelt es sich bei den von Nielsen erfassten Brutto-Werbeerlösen lediglich um einen Indikator für den Bruttowerbedruck, bei dem auch Sondereffekte zur Geltung kommen und der nicht mit den realen Netto-Werbeerlösen gleichzusetzen ist. Die Netto-Werbeerlöse sowie die Netto-Umsatzentwicklung in weiteren Segmenten (u. a. Pay-TV und Teleshopping) werden erst im weiteren Jahresverlauf veröffentlicht. Der VPRT hatte zuletzt in einer Marktprognose im November 2010 die erwarteten Netto-Umsätze für das Gesamtjahr 2010 in allen Segmenten nach oben korrigiert (Radiowerbung: +2,5 % | Fernsehwerbung: +6 % | Pay-TV: +6 % | Teleshopping +12 %). Im Krisenjahr 2009 lagen die gesamten Netto-Werbeumsätze im Fernsehen noch bei 3,6 Milliarden Euro und im Radio bei 678 Millionen Euro, Pay-TV lag bei 1,1 Milliarden Euro und Teleshopping bei 1,5 Milliarden Euro.

Die privaten Radio-, Fernseh- und Multimedia-Anbieter im VPRT haben im vergangenen Jahr kontinuierlich in den Ausbau ihrer Programme und den Aufbau neuer Angebotsformen investiert. So wurden zahlreiche HDTV-Angebote gestartet, Sender gingen mit Hybrid-TV-Angeboten (HbbTV) an den Start und Video-on-Demand- und Webradio-Angebote wurden ausgebaut. Außerdem wurden zahlreiche neue Radio- und TV-Dienste wie beispielsweise Apps für mobile Geräte, Tablet-PCs und andere internetfähige Geräte auf den Markt gebracht. Auch im laufenden Jahr werden erhebliche Investitionen in Programm- und Produktinnovationen getätigt. VPRT-Präsident Jürgen Doetz sagte zu den weiteren Marktperspektiven: "Unsere Mitglieder sind mit ihren Radio-, Fernseh-, Online- und Mobile-Angeboten hervorragend für die digitale Zukunft gerüstet und unternehmen alle Anstrengungen für mehr Wachstum und Innovation. Allerdings müssen auch die Wettbewerbsbedingungen stimmen und die Gesetzgeber müssen unsere wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leistungen honorieren. Hierfür wird sich der VPRT auch 2011 einsetzen."

Quelle: VPRT/Hartmut Schultz Kommunikation
Bild: © VPRT

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