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Liberty Global kurz vor Übernahme von Unitymedia

12.11.2009 23:00 | Unitymedia GmbH

Nach Medienberichten steht der deutsche Kabelnetzbetreiber Unitymedia kurz vor der Übernahme durch den US-amerikanischen Medienkonzern Liberty Global des Unternehmers John Malone (Foto). Malone soll offenbar mehr als 3 Mrd. Euro für das deutsche Kabelnetz-Unternehmen zahlen wollen. Dies berichten u.a. die „Wirtschaftswoche“ und die „Financial Times Deutschland“. Darüber hinaus soll der noch im Jahr 2009 geplante Börsengang von Unitymedia voraussichtlich abgesagt werden. Die Verhandlungen stünden binnen weniger Tage vor einem Abschluss, sagte ein mit dem Verkauf vertrauter Investmentbanker. „Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Verkauf zustande kommt, liegt bei mehr als 50 Prozent“, heißt es.

Unitymedia gehört seit dem Jahr 2003 Finanzinvestoren, wie der britischen Private-Equity-Gesellschaft BC Partners mit 35 Prozent und der US-Investor Apollo mit 29 Prozent - die offenbar ihre Anteile komplett abgeben wollen.

Nach Informationen der „Financial Time Deutschland“ wolle Liberty das Achtfache des Ergebnisses vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITA) von Unitymedia bezahlen. Für das Geschäftsjahr 2009 rechnet das Kölner Unternehmen, eigenen Angaben zufolge, mit einem EBITA von über 420 Mio. Euro.

Bereits im Jahr 2002 hatte der Medienunternehmer Malone versucht ins deutsche Geschäft einzusteigen und der Deutschen Telekom das gesamte deutsche Kabelnetz abzukaufen. Durch das Bundeskartellamt war die Übernahme damals gescheitert.

John Malone ist Chairman (Vorsitzender) des börsennotierten Konzerns Liberty Global, das durch Zukäufe in den vergangenen Jahren, aktuell in 14 Ländern weltweit aktiv ist.

Quelle: Financial Time Deutschland / Wirtschaftswoche
Bild: © AP / David Zalubowski

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