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Budget: Neue Zukunftsstrategie und mehr Kooperationen beim Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb)

10.07.2009 22:00 | rbb (Rundfunk Berlin-Brandenburg)

Wie der Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) auf seiner Internetseite vermeldet, fehlen der siebtgrößten ARD-Rundfunkanstalt für die Gebührenperiode bis 2012 rund 22 Millionen Euro an Einnahmen. Ursache für diese Mindereinnahmen sind die hohe Zahl an Gebührenbefreiungen in Berlin und Brandenburg, Kosten einer Nachzahlung für die Satellitenausstrahlung sowie fehlende Erlöse aus Werbung. Die Intendantin der Landesrundfunkanstalt, Dagmar Reim, sagte auf der Sitzung des Rundfunkrates des rbb am 9. Juli 2009, dass dieses Defizit unter anderem durch verstärkte Kooperationen mit anderen ARD-Anstalten, wie Deutschlandradio und Deutscher Welle sowie MDR und HR aufgrund ihrer vergleichbaren finanziellen und strukturellen Situation vermindert werden soll. Denkbar sei eine Zusammenarbeit in den Bereichen Programm, Technik und Verwaltung.

Bislang konnten beim rbb durch die Senkung des Investitionsvolumens und einer Nullrunde bei den Sachaufwendungen bereits 12 Millionen Euro eingespart werden. Die restlichen 10 Millionen Euro sollen ohne gravierende Einschnitte ins Programm erbracht werden.

Für die künftige Ausrichtung der Rundfunkanstalt wurde eine Strategiegruppe „Zukunft rbb“ ins Leben gerufen. Diese wird Kooperationsmöglichkeiten mit den anderen ARD-Häusern prüfen und auch definieren, welches Image der Rundfunk Berlin-Brandenburg sowohl aus programmlicher wie auch unternehmenspolitischer Sicht künftig vertreten wird. „Wir wollen die Frage klären, wofür wir unser Geld künftig ausgeben werden und wofür nicht“, sagte Dagmar Reim. „Bisher Undenkbares müssen wir denken, bisher Unmögliches müssen wir in Betracht ziehen. Wir dürfen nicht alles über den Haufen werfen, aber wir sollten energisch handeln. Wir wollen nicht Getriebene der Entwicklung sein, sondern Treibende. Mit noch weniger Geld noch besseres Programm machen – in welchem Umfang auch immer. Das ist die Herausforderung, vor der wir stehen.“

Dieser Beitrag gibt den Sachstand vom 10.07.2009 wieder, ggf. neuere Entwicklungen sind nicht enthalten.

Quelle: rbb-online | Redakteur: Jörg Meyer

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