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Sendezentrale von ProSiebenSat.1 außer Kontrolle: 500.000 Euro Schaden nach Brand am Dienstagabend

23.08.2011 23:05 | ProSiebenSat.1 TV Deutschland GmbH

Pro7Sat1 Brand © NonStopNews Am späten Dienstagabend nach 22 Uhr kam es bei ProSiebenSat.1 zu schweren technischen Problemen in der Sendezentrale in Unterföhring. Die Programme ProSieben und SAT.1 liefen zeitweise stark aus dem Ruder. Die urspründliche Programmabfolge der beiden Sender konnte nicht mehr eingehalten werden. Ebenso konnten Werbeunterbrechungen nicht mehr abgerufen werden. Mit einem Crawl-Text informierte man die Zuschauer über mögliche Programmverschiebungen: "Aufgrund technischer Störungen kommt es zu vorrübergehenden Programmänderungen."

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Um die technischen Probleme zu überbrücken, zeigte ProSieben im Anschluss an die Live-Sendung "Die Alm" die ersten Minuten der Sendung noch einmal. Das Signal hierzu kam von der Produktion vor Ort. Gegen 23:30 Uhr übernahm dann wieder die Sendeabwicklung in Unterföhring - allerdings mit fehlerhaften Grafikeinblendungen und zeitweise ohne Senderlogo. Bei SAT.1 wiederholte man nach dem Ende von "Akte 2011" noch einmal das um 20:15 Uhr übertragende Fußball-Spiel "ran - UEFA Champions League: FC Zürich gegen FC Bayern München".

Gegen ein Uhr nachts gab ProSieben bekannt, dass ein Brand die Ursache für die Störungen war. Nach Angaben von Josef Vielhuber, Kreisbrandrat im Landkreis München, brach das Feuer im zweiten Stock des Gebäudes bei einer Baustelle aus. Dort entzündeten sich auf einer Länge von etwa 20 Metern Kabel, wodurch es zu starker Rauchentwicklung kam. Es kam zu Verrauchungen im zweiten Geschoss des ProSiebenSat.1-Gebäudes, da durch Bauarbeiten an dem Gebäude in der Medienallee 6 in Unterföhring viele Türen offen standen. Durch die große Hitze hat der Brand eine Wasserleitung beschädigt und zusätzlichen Schaden in den unteren Geschossen verursacht. Die örtliche Feuerwehr rückte mit 14 Fahrzeugen und 70 Feuerwehrmännern aus. Der Brand musste mit CO2 gelöscht und das ausgetretene Wasser abgepumpt werden. Menschen sollen nicht verletzt worden sein. Nach ersten Erkenntnissen entstand ein Schaden in Höhe von 500.000 Euro.

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