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tagesschau24 geht am 1. Mai auf Sendung

26.04.2012 13:54 | NDR (Norddeutscher Rundfunk)

Logo tagesschau24 © NDR Der im Rahmen des digitalen Programmbouquets der ARD bislang verbreitete Spartenkanal EinsExtra erhält einen neuen Namen. Bereits ab dem 1. Mai heißt das Programm tagesschau24.  "Der Name tagesschau24 signalisiert den Zuschauerinnen und Zuschauern, was der Mehrwert dieses Digitalkanals ist: Nachrichten nonstop, alle 15 Minuten aktuell und direkt aus dem Studio der Tagesschau. Die Sendungen werden von derselben Redaktion zusammengestellt, die ohnehin für die täglich rund 20 Tagesschau-Ausgaben im Ersten arbeitet. Das ist ein Maximum an Synergie. Zugleich macht der Name tagesschau24 deutlich, dass es dabei um den Kern unseres Auftrags geht - die Information.", so Lutz Marmor, Intendant des Norddeutschen Rundfunks. Die Intendantinnen und Intendanten der ARD hatten der Umbenennung bereits auf ihrer Tagung am 6./7. Februar 2012 in Erfurt zugestimmt.

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Das Programm ist wie EinsExtra auch weiterhin unverschlüsselt und digital über Satellit ASTRA zu empfangen. Wie die Anstalt mitteilt, zeichne sich tagesschau24 durch eine überaus ökonomische Produktion aus. Für den ARD-Informationskanal gebe es weder eine eigene Produktionseinheit noch eine eigene Redaktion oder ein eigenes Studio. Noch 2011 wurde EinsExtra in einem gesonderten Studio produziert. Seit einigen Monaten sendet ARD-aktuell den Digitalkanal aus demselben Studio, in dem zur vollen Stunde die Tagesschau-Ausgaben für Das Erste produziert werden. Dr. Kai Gniffke, Erster Chefredakteur von ARD-aktuell, betont einen weiteren Vorteil: "Die enge Verzahnung bei Redaktion und Produktion spart nicht nur Geld, sondern trägt auch zur Qualitätssteigerung bei. Ohne den ständigen Sendebetrieb unseres Infokanals wäre die schnelle Reaktionsfähigkeit wie etwa beim Unglück von Fukushima nicht möglich gewesen." Auch lange Sondersendungen im Ersten habe man daher ohne Probleme aus dem Stand realisieren können.

Als Folge der Namensänderung ergeben sich weitere Einsparmöglichkeiten. Künftig ist das komplette Tagesschau-Design von der Schrifteinblendung bis zum Hintergrundbild sowohl im Ersten als auch im Infokanal verwendbar. Das bisherige Online-Angebot "Eins-Extra.de" soll eingestellt werden. Das Programm wird bereits jetzt als Livestream auf tagesschau.de angeboten.

Die "Tagesschau in 100 Sekunden", die auf dem Computer oder mobil mit einem Smartphone abgerufen werden kann, wird zunächst von dem Digitalkanal produziert, dort gesendet und anschließend im Internet bereitgestellt. Bereits jetzt wird dieses Kurznachrichtenformat neun Millionen Mal pro Monat genutzt. Die Tagesschau erreicht auf diese Weise ein deutlich jüngeres Publikum als bei der TV-Ausstrahlung. Im linearen Fernsehen kommt der digitale Informationskanal der ARD derzeit auf eine Tagesreichweite von rund 700.000 Zuschauern.

(jm)

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