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Proteste bei N24: Rote Karte für den Arbeitgeber

07.07.2010 22:00 | N24 (N24 Media GmbH)

Mit Unterstützung des Deutschen Journalisten-Verbandes und der Gewerkschaft ver.di haben am Mittwoch über 100 Mitarbeiter des Nachrichtensenders N24 am Marlene-Dietrich-Platz in Berlin ihrem Arbeitgeber in einer Protestaktion die rote Karte gezeigt. Dieser hatte angekündigt, dass bis September nochmals rund 70 Stellen abgebaut werden sollen – auf dann rund 140. Den N24-Mitarbeitern geht es jetzt um die Wiederaufnahme der Verhandlungen zu einem Rationalisierungstarifvertrag und der Fortführung des Sozialplans bis 2015.

Der Nachrichtensender N24 war erst Mitte Juni aus ProSiebenSat.1 herausgelöst und per Management-Buy-Out von Ex-Spiegel-Chef Stefan Aust und Torsten Rossmann übernommen worden. Bei der ersten Verhandlungsrunde über Beschäftigungssicherung nach dem Verkauf des Nachrichtensenders hatte N24-Geschäftsführer Torsten Rossmann am 23. Juni 2010 erklärt, dass die Forderung der Gewerkschaften nicht akzeptabel sei. Danach waren die Tarifverhandlungen unterbrochen worden.

DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken appellierte an die Geschäftsführung von N24, die Tarifverhandlungen dringend wieder aufzunehmen. „Ein weiterer Arbeitsplatzabbau führt zwangsläufig zu massiven Qualitätsverlusten.“ Andreas Köhn, ver.di-Verhandlungsführer, ergänzte: „Es kann nicht sein, dass renommierte Journalisten, die sich in der Eignerrolle sehen, den Qualitätsanspruch nicht mehr ernst nehmen und die Mitarbeiter derart behandeln.“ Die Gewerkschaften fordern die neuen N24-Eigentümer auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren.

Quelle: DJV
Bild: © N24 Media

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