Sonntag, 17. Dezember 2017 13:50:18

medienhb.Meldungen

KEK genehmigt Beteiligungsveränderung bei N24

15.12.2010 23:00 | N24 (N24 Media GmbH)

Die Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich (KEK) hat entschieden, dass der Beteiligungsveränderung beim Sender N24 keine Gründe der Sicherung der Meinungsvielfalt entgegenstehen.

Die ProSiebenSat.1 Media AG hat bei der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) Beteiligungsveränderungen bei der N24 Gesellschaft für Nachrichten und Zeitgeschehen mbH („N24 GmbH“) angemeldet. Bislang hielt die ProSiebenSat.1 Media AG über ihre 100 %ige Tochtergesellschaft ProSiebenSat.1 TV Deutschland GmbH sämtliche Anteile der N24 GmbH. Im Wege eines Management-Buy-outs hat nunmehr die N24 Media GmbH die Anteile an der N24 GmbH vollständig übernommen. An der N24 Media GmbH sind Dr. Torsten Rossmann und Stefan Aust mit jeweils 26 % der Anteile, Maria von Borcke, Frank Meißner, Karsten Wiest und Thorsten Pollfuß mit jeweils 12 % der Anteile beteiligt. Gegenstand der Übernahme sind neben der Veranstalterin auch ihre Tochtergesellschaft MAZ & More TV-Produktion GmbH, die die Formate „Sat.1 Frühstücksfernsehen“ und „Das Sat.1-Magazin“ produziert, sowie deren Beteiligungen an der Berliner Pool TV Produktionsgesellschaft mbH (50 %) und an der Deutschen Presse Agentur GmbH (1,37 %).

Stefan Aust und Thorsten Pollfuß sind u. a. mit jeweils 25,1 % an der Film- und Fernsehproduktionsgesellschaft Agenda Media GmbH beteiligt. An der onlive-tv GmbH, deren Unternehmensgegenstand u. a. die Entwicklung und Realisation bewegter Inhalte im Internet ist, halten Stefan Aust 25,1 % und Thorsten Pollfuß 37,5 % der Anteile; das Unternehmen ist derzeit nicht am Markt aktiv. Stefan Aust hält ferner sämtliche Anteile der AustMedia GmbH. Die übrigen Gesellschafter der N24 Media GmbH verfügen nach Angaben der Veranstalterin über keine weiteren Unternehmensbeteiligungen.

Mit der Veräußerung entfällt die Zurechnung von N24 zur ProSiebenSat.1-Gruppe. Zwar produziert N24 weiterhin die Nachrichten für die Sendergruppe, wobei den zugrundeliegenden langfristigen Auftragsproduktionsverträgen ein maßgebliches wirtschaftliches Gewicht zukommt. Die ProSiebenSat.1 Media AG hat jedoch keine Einflussmöglichkeiten auf das Programm von N24 i. S. d. § 28 Abs. 2 Satz 2 RStV. Im Übrigen hat sie auch keine Stellung inne, die derjenigen eines Gesellschafters mit einem Anteil von 25 % an der N24 GmbH vergleichbar wäre (§ 28 Abs. 2 Satz 1 RStV).

Quelle: KEK
Bild: © medienhb.de

WERBUNG