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SPIEGEL-Gruppe dementiert Kaufinteresse an N24

06.02.2010 23:00 | N24 (N24 Media GmbH)

Anja zum Hingst, Leiterin der Kommunikationsabteilung der Spiegel-Gruppe, hat am Freitagabend Spekulationen über ein Interesse des Medienhauses am zum Verkauf stehenden ProSiebenSat.1-Infosender N24 zurückgewiesen. Das berichtet der Branchendienst Meedia. Damit widersprach sie in Teilen einer Meldung des Branchendienstes Horizont.net, wonach der Spiegel und Spiegel TV auch eine Übernahme des Kanals eruierten: „Ich kann das klar dementieren.“, so zum Hingst. Gespräche über eine Zusammenarbeit soll es jedoch geben.

Die Meldung ist insofern brisant, da der frühere Spiegel-Chefredakteur und Spiegel TV-Gründer Stefan Aust im Bieterverfahren gemeinsam mit Geschäftspartnern und dem N24-Geschäftsführer Torsten Rossmann kürzlich ein Kaufinteresse am Sender N24 äußerten.

Dem Branchendienst Meedia zufolge, gab es innerhalb der Spiegel-Gruppe tatsächlich die von Einzelnen geäußerte Idee, den Informationssender N24 komplett zu übernehmen. Derartige Überlegungen wurden aber wieder verworfen, heißt es. Dass Spiegel TV aufgrund des umfangreichen Archivs und der früher demonstrierten Nachrichtenkompetenz durchaus ein interessanter Gesprächspartner für das ProSiebenSat.1-Management sein dürfte, scheint klar - allerdings nur für den Fall, dass der Verkauf an Dritte abgewendet wird, so der Bericht weiter.

ProSiebenSat.1-Chef Thomas Ebeling hatte Ende November 2009 bekannt gegeben, dass man neben Sparmaßnahmen über einen möglichen Verkauf des Senders N24 nachdenke. (medienhb.de berichtete)

(od)
Quelle: Meedia / Bild: © Spiegel-Gruppe

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