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N24-Geschäftsführer Torsten Rossmann und Medienunternehmer Stefan Aust wollen Nachrichtensender N24 kaufen

11.01.2010 23:00 | N24 (N24 Media GmbH)

Sollte der Vorstand der ProSiebenSat1 Media AG den konzerneigenen Nachrichtensender N24 verkaufen, will Torsten Rossmann, Vorsitzender der Geschaftsführung der N24 GmbH, den Sender in einem Management-Buyout-Verfahren erwerben. „Der Vorstand prüft jetzt konkret, den Sender zu verkaufen. Vor diesem Hintergrund habe ich mich entschieden, mein unternehmerisches Interesse an N24 deutlich zu machen“, sagte Rossmann in einem Interview mit dem Berliner „Tagesspiegel“ (Ausgabe vom 13. Januar). An der geplanten Gründung einer gemeinsamen Beteiligungsgesellschaft, die dann N24 in Berlin erwerben würde, würden sich neben Rossmanns Co-Geschäftsführern auch Stefan Aust und Thorsten Pollfuß beteiligen, „als Privatpersonen“, wie Rossmann sagte, und nicht über agenda media GmbH von Aust/Pollfuß. Zum Engagement des früheren „Spiegel“-Chefredakteurs Aust sagte Rossmann: „Stefan Aust ist ein ausgewiesener Journalist, mit enormer Erfahrung nicht nur im Print-, sondern auch im Fernsehbereich. Er verfügt über exzellente Kontakte und könnte in der weiteren Planung an der Entwicklung von Formaten und Konzepten für den TV-Markt mitwirken.“ Die operative Führung des neuen Unternehmens läge bei Rossmann.

Der Kaufpreis für N24 und deren Tochtergesellschaft, der maz & more GmbH, sei zum jetzigen Zeitpunkt schwer einzuschätzen und „hängt von den Rahmenbedingungen ab, die noch zu definieren sind“, sagte Rossmann. Bislang liefert N24 für die Sender der ProSiebenSat.1-Gruppe, kabel eins, ProSieben und Sat.1, die Nachrichten. Auf die Fortsetzung dieser Zulieferung setzt Rossmann: „Für uns wäre die Beauftragung des Senders mit der Nachrichtenproduktion eine wesentliche Voraussetzung für unser Geschäftsmodell.“ Fest stehe nur, dass „die Kosten sinken sollen“, egal, ob N24 beim Fernsehkonzern verbleibt oder verkauft wird. „Hierin liegt die Herausforderung“, sagte Rossmann. N24 beschäftigt derzeit rund 240 Mitarbeiter. „Aus meiner Sicht“, sagte Rossmann, „wird so gut wie jedes Konzept für die Fortführung von N24 auf dem Betrag aufsetzen, den ProSiebenSat.1 für Nachrichten zahlt.“ Das gelte für alle potenziellen Käufer. „Je nachdem wie groß der Betrag künftig noch sein wird, muss N24 restrukturiert werden.“ Rossmann ist sich sicher, dass ProSiebenSat.1 auch weiterhin daran interessiert wäre, „vorzeigbare und wettbewerbsfähige Nachrichten im Programm zu haben. Darin läge die Herausforderung für jeden Produzenten.“ Torsten Rossmann unterstrich, dass bei N24 möglichst viele Mitarbeiter bleiben sollen. „Wir glauben, dass wir das besser hinkriegen als jeder andere Käufer“, sagte Rossmann.

Quelle: Der Tagesspiegel
Bild: © N24

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