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MDR rechnet mit sinkenden Einnahmen und wachsender Zahl an Gebührenbefreiunge

19.08.2009 22:00 | MDR (Mitteldeutscher Rundfunk)

Der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) rechnet wegen sinkender Einnahmen in den nächsten Jahren mit einem Millionen-Loch. Wegen der demografischen Entwicklung in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen und der wachsenden Zahl von Gebührenbefreiungen werden die Erträge aus Rundfunk-Gebühren jährlich um rund elf Millionen Euro sinken. Davon gehe der Sender in seiner mittelfristigen Finanzplanung bis 2012 aus, teilte eine Sprecherin am Donnerstag in Leipzig mit und bestätigte einen Bericht der «Magdeburger Volksstimme».

In der Bilanz zwischen Einnahmen und Aufwendungen in der laufenden Gebührenperiode (2009-2012) ergebe sich ein «voraussichtlicher Fehlbetrag» von 117,5 Millionen Euro. Dieser soll mittels Rücklagen und «weiteren Einsparungen» ausgeglichen werden, hieß es. Von 2013 an stehen dem MDR dann keine Gewinnrücklagen mehr zur Verfügung. Dann sollen die Aufwendungen ausschließlich durch die laufenden Erträge gedeckt werden. Sparmaßnahmen, die in den zurückliegenden Jahren bereits eingeleitet wurden, würden dann «intensiviert». Mit dem Demografie-Problem und der steigenden Zahl von Gebühren-Befreiungen aus sozialen Gründen hätten auch andere Sender zu kämpfen, betonte die Sprecherin. Die ARD erwartet einen Einnahmerückgang von bis zu 15 Prozent in den kommenden zehn Jahren.

Quelle: mdr Pressestelle

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