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Hessischer Rundfunk schließt Jahreshaushalt 2012 mit einem Minus in Millionenhöhe ab

28.06.2013 15:46 | hr (Hessischer Rundfunk)

Logo HR mit Claim Hier kommt Hessen © Hessischer Rundfunk Der Hessische Rundfunk bilanzierte nun seinen Jahreshaushalt 2012 mit einem dicken Minus. Mit einem Fehlbetrag von 8,6 Millionen Euro fällt dieser jedoch geringer aus als im Vorjahr. Im Haushalt stand noch ein Minus von 18 Millionen Euro  In der aktuellen Jahresrechnung für 2012 stehen Erträge von 488,7 Millionen Euro den Aufwendungen von 497,3 Millionen Euro gegenüber. Beim Eigenkapital steht jetzt eine schwarze Null. Der Rundfunkrat genehmigte den Jahresbericht und die Jahresrechnung 2012 und entlastete den Verwaltungsrat sowie den Intendanten einstimmig. hr-Intendant Dr. Helmut Reitze betonte in der öffentlichen Hauptversammlung, dass auch 2012 für die hr-Programme ein Rekordjahr war: „Wir sind mit unseren sechs Hörfunk-Programmen und dem hr-fernsehen so erfolgreich wie seit über 20 Jahren nicht mehr. Dieser Erfolg ist wichtiger denn je: Wer als Massenmedium von allen finanziert wird und nicht die Mehrheit der Menschen erreicht, verliert seine Legitimation“, sagte Reitze in seiner Rede.

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Das größte Problem des hr seien weiterhin die Finanzen. Den großen Sparanstrengungen der letzten Jahre stünden stetig steigende Kosten und sinkende Einnahmen gegenüber. Deshalb sei es das erklärte Ziel, bis zum Ende der Gebührenperiode 2016 ohne Defizit und ohne negatives Eigenkapital dazustehen. Um dieses Ziel zu erreichen, müsse der hr in den nächsten Jahren 70 Millionen Euro einsparen. Auch der Vorsitzende des hr-Rundfunkrats, Jörn Dulige, äußerte sich trotz der schwierigen Finanzlage des hr zuversichtlich: „Die einschneidenden Konsolidierungsmaßnahmen der vergangenen Jahre haben den hr in die richtigen Bahnen gelenkt, die es dem hr auch weiterhin ermöglichen, seinen Auftrag in Hörfunk, Fernsehen und Internet zu erfüllen.“ Hinsichtlich der bisherigen Sparmaßnahmen begrüßte Dulige zudem die gute Zusammenarbeit zwischen Belegschaft, Geschäftsleitung und den Gremien des hr.

Der Vorsitzende des Verwaltungsrats, Gert Lütgert, betonte die Eigenständigkeit und Unabhängigkeit des hr: „Entscheidend sind der Wille und die Einsicht, mit den zur Verfügung stehenden Mitteln auch auszukommen. Dabei gilt es allerdings, notwendige Investitionen nicht zu vernachlässigen. Nur ein modern ausgerüsteter und innovativer hr ist in der Lage, die gegenwärtig erreichten Erfolge beim Publikum auch in den nächsten Jahren weiter auszubauen.“

(jm)

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