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Lottozahlen letztmalig live im Ersten zu sehen

26.06.2013 17:12 | hr (Hessischer Rundfunk)

Illustration: Lottofee Franziska Reichenbacher © hr/Eberhard Krieger Eine der kürzesten und unter Umständen auch wichtigsten Sendungen der ARD nimmt Abschied. Am kommenden Samstag gegen 23: 15 Uhr wird die Ziehung der Lottozahlen letztmalig vom Hessischen Rundfunk live im Ersten übertragen. Die Zuschauer müssen aber auf das Gesicht der Sendung, Franziska Reichenbacher, nicht verzichten: Ab dem 6. Juli präsentiert die Moderatorin und Lottofee alle Gewinnzahlen immer samstags um 19:57 Uhr in der Sendung „Lotto am Samstag“ im Ersten. Viele Zuschauer hatten sich einen festen Sendeplatz für die Bekanntgabe der Zahlen gewünscht, außerdem werden die Lottozahlen künftig wieder in der 20-Uhr-Ausgabe der „Tagesschau“ verbreitet. Die Ziehung selbst wird vom Deutschen Lottoblock im Internet übertragen. Die erste Ziehung der Lottozahlen fand am 4. September 1965 im Deutschen Fernsehen statt, die erste Lottofee war Karin Dinslage.

„Das Erste hat einen Weg gefunden, damit möglichst viele Zuschauer zeitnah die gerade gezogenen Lottozahlen erfahren und gleichzeitig das ‚Sportschau‘-Publikum keine spannenden Bundesligamomente verpassen muss“, erklärt Volker Herres, Programmdirektor Erstes Deutsches Fernsehen. Deshalb soll die neue Sendung auch moderner und kompakter werden. In Zukunft wird es genau so viele Informationen geben wie bisher: Franziska Reichenbacher präsentiert die Zahlen von 6 aus 49, die Superzahl, Spiel 77 und die Super 6. Alle Gewinnzahlen der Glücksspirale werden mit einem Laufband eingeblendet. Gleichzeitig werden die Zahlen wie bisher auf den Videotextseiten 580 ff. veröffentlicht. Die neue Form der Präsentation kommt dem Informationsbedürfnis der Zuschauer entgegen und unterstreicht den Informationscharakter der Sendung.

Zur Geschichte der Lottozahlen-Ziehung:  Im Jahr 1967 präsentiert erstmals KarinTietze-Ludwig die Glückszahlen. 30 Jahre führte sie durch die Sendung. Seit 1998 ist Franziska Reichenbacher die Moderatorin. In knapp 700 Sendungen machte Reichenbacher rund 1.050 Menschen zu Millionären. Die Präsentation der Gewinnzahlen passte sich in den verschiedenen Jahrzehnten immer wieder den Sehgewohnheiten der Zuschauer an. 1965 begann alles in einem nüchternen Studio, die gezogenen Zahlen wurden auf Teakholzklötzchen noch einmal präsentiert. In den 1970er Jahren kam die Farbe ins Spiel. In den 1980er Jahren bekam das Lottostudio eine Plexiglas-Kulisse, die Glückszahlen blinkten fortan in einer stilisierten Eins, dem Markenzeichen des Ersten Deutschen Fernsehens. In den 1990er Jahren wurde das Lottostudio größer. Alle Ziehungsgeräte waren in einer aquariumsähnlichen Kulisse aufgestellt, die Ziehungsvorgänge dauerten rund acht Minuten. 2005 schließlich zog die Sendung – inhaltlich gestrafft auf fünf Minuten – in das hr-Studio im Frankfurter Main Tower. Die Frankfurter Skyline wurde zur Kulisse des Glücks. Nach dem Umzug in das Hochhausstudio folgte auch die Verlegung auf den Sendeplatz nach der Samstagabend-Unterhaltung. Dies hatte zur Folge, dass die Ziehung Beginnzeiten zwischen 21:45 und 23:15 Uhr hatte.

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(jm)

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