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Intendant des Hessischen Rundfunks bleibt bis 2020 im Amt

27.01.2013 14:20 | hr (Hessischer Rundfunk)

Rundfunkratsvorsitzender Jörn Dulige (li.) und hr-Intendant Dr. Helmut Reitze (re.) - Wahl in dritte Amtszeit © hr/Christian Bender Der derzeitige Intendant des Hessischen Rundfunks bleibt bis 2010 im Amt. Das ist das Ergebnis der Sitzung des Rundfunkrates der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalt am 25. Januar 2013. Von den dort anwesenden 29 Gremienmitgliedern erhielt Dr. Helmut Reitze, der bereits seit 2003 an der Spitze des Hessischen Rundfunks steht, im ersten Wahlgang 28 Ja-Stimmen und eine Nein-Stimme und wird demnach seine dritte Amtszeit ab dem 14. Januar 2015 antreten. Ungewöhnlich erscheint dabei der Zeitpunkt der Amtsverlängerung, zumal noch zwei Jahre bis zum Beginn einer neuen Amtsperiode verbleiben und Dr. Reitze somit seine Position ohne Gegenkandidatur frühzeitig sichern konnte.  Reitze dankte nach seiner Wahl den Rundfunkratsmitgliedern für ihr Vertrauen und die gute Zusammenarbeit:

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„Vor zehn Jahren bin ich als Programm-Intendant angetreten. Ich wollte ein deutlicheres Profil unserer Programme und mehr Erfolg beim Publikum erreichen. Das ist uns gelungen“, erklärte Reitze in seiner Rede vor dem Rundfunkrat. Der Hörfunk hat seither über 500.000 Hörer dazugewonnen und liegt jetzt bei über 2,5 Millionen Hörern pro Tag. Das hr-fernsehen hat 2012 einen historischen Rekord erreicht: Mit einem Marktanteil von 7,1 Prozent in Hes-sen wurde das beste Ergebnis seit 1989 erzielt.

Bei den Finanzen liegt das Hauptaugenmerk darauf, den hr nicht kaputt-zusparen: „Der hr hat in den letzten zehn Jahren über 214 Millionen Euro eingespart. Dabei ist so wenig wie möglich am Programm gekürzt worden, um unserem Publikum auch weiterhin attraktive Programme anbieten zu können. Gleichzeitig haben wir den Sender an vielen Stellen modernisiert und weiterentwickelt. Das oberste Ziel war und ist es, den hr als eigenständigen Sender für Hessen zu erhalten“, so das Fazit von Reitze. Vor allem die finanziellen Herausforderungen der nächsten Jahre seien beträchtlich: Der hr muss bis Ende 2016 rund 70 Millionen Euro einsparen, um auf eine schwarze Null zu kommen. Deshalb sollen rund 100 Stellen nicht wieder besetzt werden.

Der Vorsitzende des Rundfunkrats, Jörn Dulige, erklärte im Anschluss an die Wahl: „Helmut Reitze steht für Kontinuität und Weiterentwicklung. Er hat in den vergangenen Jahren bewiesen, wie er den Hessischen Rundfunk trotz der schwierigen finanziellen Lage programmlich auf Erfolgskurs bringt. Der Rundfunkrat freut sich auf weitere Jahre der konstruktiven Zusammenarbeit.“

(jm)

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