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T-Systems veröffentlicht Positionspapier zur Zukunft des Fernsehens

04.09.2009 22:00 | Deutsche Telekom AG

Das Fernsehen ist tot, lang lebe das Fernsehen: Der traditionelle Apparat wird allen Unkenrufen zum Trotz keinesfalls durch das stetig populärer werdende Fernsehen über das Internet (kurz: IPTV) abgelöst, sondern lediglich verändert. Zu diesem Ergebnis kommt T-Systems-Tochter Multimedia Solutions im Positionspapier „Die Zukunft des Fernsehens: Internet-TV - neue Chancen für neue Akteure“. Demnach entsteht ein Hybridmodell aus beiden Welten, das sich durch Interaktivität auszeichnet.

Eine weitere These der T-Systems-Untersuchung: Sparten gewinnen neben den traditionellen Mainstream-Formaten mehr und mehr an Bedeutung. Anstatt wie ehemals vor allem die breite Masse anzusprechen, werden künftig die gezielte Ansprache bestimmter Nutzerinteressen sowie eine Einbeziehung des Konsumenten immer wichtiger. Denn das aktive und implizite Feedback der Nutzer nimmt vermehrt Einfluss auf den Inhalt. Lokalisierter und globalisierter Content bestimmt zudem die inhaltliche Struktur des jeweiligen Senders.

Die Kanäle Internet, Fernsehen und Telefonie sowie der Mobilfunk wachsen peu à peu in Richtung „Quadruple Play“ zusammen. Ein traditionelles Medium allein kann die Erwartungshaltung der Konsumenten nicht länger erfüllen. Aktuell nutzen weit über 800.000 Kunden das IPTV-Angebot der Telekom-Tochter T-Home. Für Ende 2009 erwartet der Branchenverband BITKOM 1,2 Millionen Abonnenten für IPTV in Deutschland, im Jahr 2010 sollen es bereits 1,8 Millionen zahlende Kunden sein. Auch die auf Pay-TV-Plattformen angebotenen Spiele, Bestellungen, Gewinnspiele oder Produktprobenanforderungen werden immer mehr Nutzer finden.

Akteure im Bereich des IPTV stehen daher vor der Herausforderung, ihre Geschäftsfelder hin zu Formen der medialen Interaktion und Transaktion umzuwandeln. Voraussetzung für diesen Prozess sind erfolgreiche Nutzen-Szenarien sowohl bei den Dienstanbietern selbst als auch bei den Anwendern. Auch die Bewertungsmöglichkeiten der Nutzer werden bei der Entwicklung neuer Formate verstärkt berücksichtigt.


Die fünf wichtigsten Trends

1. Traditionelles Fernsehen und IPTV bilden ein Hybridmodell, das sich durch Interaktivität auszeichnet. Internet, Fernsehen und Telefonie sowie Mobilfunk wachsen zu einem „Quadruple Play“ zusammen.

2. Spartenformate gewinnen vermehrt an Bedeutung.

3. Nutzerinteressen und die Einbeziehung des Konsumenten treten verstärkt in den Fokus.

4. Aktives und implizites Feedback der Nutzer beeinflussen die Inhalte.

Lokalisierter und globalisierter Content bestimmt zudem die inhaltliche Struktur des jeweiligen Senders.

Quelle/Bild: T-Systems

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