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Deutsches Anleger Fernsehen stellt Insolvenzantrag

06.03.2015 16:31 | DAF (Deutsches Anleger Fernsehen AG)

Logo DAF Deutsches Anleger Fernsehen © DAF Der Finanzfernsehsender DAF Deutsches Anleger Fernsehen hat einen Insolvenzantrag eingereicht. Als Gründe dafür führt das Unternehmen hohe Verbreitungskosten und sinkende Werbeumsätze an. Deshalb soll die Gesellschaft nun restrukturiert werden und in den kommenden Monaten zu einem Internet-TV-Sender umgewandelt werden. Einhergehend mit der Restrukturierung verlagert sich der Fokus des Unternehmens auf eine finanzinteressierte und gleichzeitig internetaffine Zielgruppe. Das Programmangebot wird wie bisher aus eigenproduzierten Börsensendungen bestehen, mit dem Ziel einer vollumfänglichen Finanzberichterstattung. Auch von den 39 Arbeitsstellen sollen "möglichst viele" erhalten werden. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde der Rechtsanwalt Joachim Exner bestellt, nachdem die bisherigen Vorstände Conrad Heberling und Mick Knauff ihre Ämter niedergelegt hatten.

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Neuer Vorstand ist nun der Berliner Rechtsanwalt und Insolvenzverwalter Christian Köhler-Ma. „Unsere TV-Werbeumsätze sind aufgrund des schwierigen Umfeldes unter den Erwartungen geblieben“, sagt DAF-Vorstandsvorsitzender Dr. Conrad Heberling. Zudem spürte der Sender die zunehmend stärker werdende Regulierung bei den vor allem aus der Finanzindustrie stammenden Kunden. „Zahlreiche Anbieter aus der Finanzbranche verzichteten aufgrund immer strengerer Auflagen gänzlich auf Werbung“, so Heberling weiter.

 Die wirtschaftliche Verfassung des Senders verschlechterte sich im Januar 2015 erheblich, nachdem die Schweizerische Nationalbank (SNB) überraschend den Mindestkurs für den Franken aufhob. Im Verlauf der einsetzenden Marktturbulenzen geriet ein wichtiger Werbekunde des Unternehmens in Schieflage und musste Insolvenz anmelden. „Aus den zuvor genannten Gründen waren wir leider nicht in der Lage, den Einnahmeausfall zu kompensieren. Ich bedauere die Entwicklung sehr, zumal das Deutsche Anleger Fernsehen mit seinem Qualitätsprogramm sowohl in der Day-, als auch in der Primetime zuletzt deutlich an Reichweite und Zuschauern  zulegen konnte“, erklärt Heberling.

(jm)

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