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BR-Intendantennachfolge: Rudolf Erhard und Ulrich Wilhelm stehen zur Wahl

14.04.2010 22:00 | BR (Bayerischer Rundfunk)

Nach Ablauf der vom Rundfunkrat festgesetzten Vorschlagsfrist stehen die Kandidaten für die Wahl des künftigen BR-Intendanten fest. Am 1. Februar 2011 soll dieser die Aufgaben von Amtsinhaber Prof. Dr. Thomas Gruber übernehmen.

Aus dem Kreis der 47 Mitglieder des Rundfunkrats haben 31 Mitglieder von ihrem Vorschlagsrecht Gebrauch gemacht, bemerkenswerterweise mit wenigen Ausnahmen die Vertreter unabhängiger Verbände und Institutionen.

Insgesamt wurden zwei Personen für das Amt des Intendanten vorgeschlagen (in alphabetischer Reihenfolge): Rudolf Erhard, Landtagskorrespondent des Bayerischen Rundfunks, und Ulrich Wilhelm, Chef des Bundespresseamtes. Beide haben sich zu einer Kandidatur bereit erklärt.

Den Wahltermin bestimmt der Ältestenrat des Rundfunkrats in einer außerordentlichen Sitzung am morgigen Freitag. Entscheidet sich der Rundfunkrat für das bisher übliche Verfahren, werden die Kandidaten vor dem Gremium eine Bewerbungsrede mit anschließender Aussprache halten. Die Wahl erfolgt gemäß dem Bayerischen Rundfunkgesetz für die Dauer von fünf Jahren. Gewählt ist, wer die einfache Mehrheit der abgegebenen Stimmen auf sich vereinigt. Wahlberechtigt sind alle 47 Mitglieder des Rundfunkrats, der sich aus Vertretern politischer, weltanschaulicher und gesellschaftlicher Gruppen zusammensetzt.

Die wahlentscheidende Mehrheit im Gremium stellen politisch unabhängige Persönlichkeiten, die direkt von bedeutsamen gesellschaftlichen Gruppen berufen werden. Der Anteil der von der Staatsregierung und dem Landtag entsandten Rundfunkratsmitglieder ist laut Gesetz auf insgesamt 13 von 47 Mitgliedern begrenzt. Die Mitglieder des Rundfunkrats sind verpflichtet, sich in ihrer Tätigkeit für die Gesamtinteressen des Rundfunks und der Rundfunkteilnehmer einzusetzen. Sie sind an Aufträge nicht gebunden.

Quelle: Bayerischer Rundfunk / Bild: BR/Ralf Wilschewski, picture-alliance/dpa

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