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Studie: Tagesschau ist wichtigste Informationsquelle zur politischen Meinungsbildung

18.06.2012 06:14 | ARD

Tagesschau © ARD "Wenn es um politische Meinungsbildung geht, ist die Tagesschau im Urteil der Menschen in Deutschland nach wie vor das Maß aller Dinge." Dieses Fazit zieht NDR Intendant Lutz Marmor aus einer Studie des Hans-Bredow-Instituts, die am Mittwoch, 13. Juni, in Berlin im  Bundestagsausschuss für Kultur und Medien behandelt wurde. Die Untersuchung trägt den Titel "Informationsrepertoires der Deutschen"; sie basiert auf einer bundesweiten repräsentativen Befragung von rund 1000 Personen ab 14 Jahren. Der Befragung zufolge wird die Marke "Tagesschau" mit deutlichem Abstand in allen Bildungs- und Altersgruppen, auch bei den unter 30-Jährigen, als wichtigste Informationsquelle für die politische Meinungsbildung wahrgenommen. Marmor: "Auch für junge Leute, die sich über Politik informieren wollen, ist die Tagesschau mit weitem Abstand die Nr. 1."

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Gefragt wurde auch nach der Bewertung der einzelnen Mediengattungen. Danach bleibt das Fernsehen in den Augen der Bevölkerung mit Abstand das Leitmedium. Das Radio ist, neben der Zeitung, ebenfalls eine wichtige Informationsquelle; erst dann folgt das Internet. Intendant Marmor: "Durch die Berichterstattung in den Medien entsteht gelegentlich der Eindruck, die klassischen Medien würden vom Internet an den Rand gedrängt. Das sehen die Menschen vollkommen anders."

Beim Thema "politische Meinungsbildung durch das Fernsehen" liegt die ARD mit 45,3 Prozent der Nennungen als wichtigste Quelle deutlich vor dem ZDF (16,3 Prozent) und RTL (10,0 Prozent). Ein klares Bild ergibt sich auch beim Radio: 66,5 Prozent der Nennungen von Radioangeboten entfallen auf die öffentlich-rechtlichen, 31,8 Prozent auf die privaten Sender.

Auftraggeber der Studie des Hamburger Hans-Bredow-Instituts war der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien. Die repräsentative Befragung wurde im Jahr 2011 durch Enigma GfK vorgenommen. Die Studie ist ab dem 14. Juni auf der Internetseite des Hans-Bredow-Instituts veröffentlicht (www.hans-bredow-institut.de).

Quelle: NDR

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