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ARD-Vorsitzende Monika Piel: „Web-TV der Verlage ist nicht genehmigtes Fernsehen“

19.07.2011 18:00 | ARD

ARD, WDR, Monika Piel © WDR/Herby Sachs Während die Zeitungsverleger gegen die Tagesschau-App klagen, kritisiert die ARD-Vorsitzende und WDR-Intendantin Monika Piel ihrerseits das Bewegtbild-Engagement der Verlage im Netz. Im Interview mit dem Branchendienst Meedia gibt sich die 60-Jährige im Streit um die Tagesschau-App aber selbstbewusst: „Ich habe Zweifel, dass die App-Klage Erfolg hat.“

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Piel bedauert zudem die juristische Auseinandersetzung. „Ich weiß auch nicht, wieso da immer die Rede von Expansion ist. Wir haben in der ARD zwei Apps am Start, und zwar die Tagesschau- und die Sportschau-App. Schauen Sie doch mal, wie viele kostenlose Informations-Apps es gibt - übrigens auch von Verlagen, die selber klagen. Im Bereich Sport gibt es hundert kostenlose Apps.“

Gleichzeitig weist die ARD-Vorsitzende darauf hin, dass auch die öffentlich-rechtlichen Sender gegen die Verlage vorgehen könnten: „Umgekehrt beobachten wir seit langem, ohne bisher etwas dagegen unternommen zu haben, dass die Verlage Fernsehen im Netz machen. Dieses Web-TV ist nicht genehmigtes Fernsehen, weil die Verlage bei der Verbreitung von Rundfunkinhalten im Netz unheimlich viele Auflagen erfüllen müssten.“

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