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ZAK beanstandet SAT.1-Beiträge wegen journalistischer Mängel / Erneutes Bußgeld gegen 9Live / Bußgeld gegen SAT.1-„Quiznight“ bleibt / Werbezeitenverstoß bei DSF

16.03.2010 23:00 | ALM (Arbeitsgemeinschaft der Landesmedienanstalten)

Wegen des Verstoßes gegen Vorschriften des Rundfunkstaatsvertrages, das hat die Kommission für Zulassung und Aufsicht der Landesmedienanstalten (ZAK) in zwei Sendungen der SAT.1-Reihe „Schweinerei der Woche“ beanstandet, die im vergangenen Jahr unter anderem im Frühstücksfernsehen des Senders ausgestrahlt wurden. Die beanstandeten Beiträge verstoßen nach Auffassung der Landesmedienanstalten gegen die gesetzliche Pflicht zur Überprüfung der Wahrheit, indem sie Sachverhalte verfälschen und durch unvollständige Berichterstattung ein verzerrendes Bild der Wirklichkeit ergeben. Dazu liegen nach Auffassung der Landesmedienanstalten auch Verstöße gegen das Gebot der Sachlichkeit und gegen journalistische Grundsätze vor.

Wegen Verstößen gegen die Gewinnspielsatzung in zwei Sendungen hat die ZAK erneut Bußgelder gegen 9Live von insgesamt 20.000 Euro verhängt. Die Direktoren ahndeten damit unter anderem den verbotenen Aufbau von Zeitdruck und die Irreführung über Auswahlverfahren und Einwahlchance. Beanstandet wurde bei 9Live auch die Ausstrahlung einer Sendung, die von einem Wettveranstalter gesponsert und dessen Logo und Schriftzug immer wieder eingeblendet wurde. Die Direktoren sahen hier einen Verstoß gegen das Schleichwerbeverbot und das Verbot der Programmbeeinflussung durch den Sponsor.

Die Kommission für Zulassung und Aufsicht sieht keine Veranlassung dazu, vier Bußgeldbescheide wegen Verstößen gegen die Gewinnspielsatzung gegen Sat.1 zurückzunehmen. Der Sender hatte gegen die im vergangenen November zugestellten Bescheide Einspruch erhoben. Die Kommission hatte Verstöße in verschiedenen Gewinnspielsendungen „Quiznight“ gegen Vorgaben der Gewinnspielsatzung geahndet. Nach Prüfung der Sendungen hatten die Experten der Landesmedienanstalten unter anderem verbotenen Zeitdruck, irreführende Angaben zu den Einwahlchancen, Verstöße gegen Informationspflichten und irreführende Angaben zum Schwierigkeitsgrad eines Rätsels festgestellt.

Wegen Überschreitung der zulässigen Werbezeiten hat die ZAK eine Beanstandung gegenüber DSF beschlossen. Der Sender hatte an mehreren Tagen im November in der Zeit zwischen 5.00 und 6.00 Uhr morgens den zulässigen Anteil an Sendezeit für Werbespots und Teleshopping-Spots überschritten und damit gegen den Rundfunkstaatsvertrag und die Werberichtlinien der Landesmedienanstalten verstoßen.

Quelle: ALM

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