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KJM-Bericht: Viele Zuschauer-Beschwerden gegen Casting- und Reality-Formate

23.08.2010 20:00

Die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) hat im ersten Halbjahr 2010 über 320 Beschwerden und Anfragen zu Rundfunk- und Telemedienangeboten bearbeitet. Rund 130 Beschwerden betrafen allein Rundfunksendungen die sich auf das gesamte Spektrum vor allem des Fernsehangebots bezogen. So wurden Spielfilme, Trailer, Zeichentrickserien, Werbespots, Nachrichten- und Magazinbeiträge sowie Reality-TV-Formate, aber auch das gesamte Nachmittags- oder Nachtprogramm einzelner Sender zum Inhalt von Beschwerden.

Ein wesentlicher Anteil der Beschwerden ging gegen die zehnte Staffel des Reality-TV-Formats „Big Brother“ (ausgestrahlt auf Sky und RTL 2) ein. Die Kritik richtete sich vor allem gegen einzelne Äußerungen verschiedener Bewohner des „Big Brother“-Hauses. Ebenso beschwerten sich Zuschauer über Coaching-Formate wie „Die Super-Nanny“ oder „Die Mädchen-Gang“.

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Eine Vielzahl von Beschwerden erreichte die KJM auch zu dem Casting-Format „Deutschland sucht den Superstar“, dessen siebte Staffel im Januar startete. Aber auch Kampfsport-Formate wie „Ultimate Fighting“ standen in der Kritik. Die MTV-Reality-Show „Bully Beatdown“, bei der sich Opfer von „Schulhofschlägern“ an ihren Peinigern rächen können, indem sie sie mit einem professionellen „Ultimate Fighting“-Kämpfer in den Ring schicken, war Inhalt von weiteren Beschwerden.

Der komplette KJM-Bericht zum ersten Halbjahr 2010 ist hier als pdf-Dokument abrufbar.

Quelle: KJM

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