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Axel Springer und ProSiebenSat.1: Bundeskartellamt sieht heute neue Chance für andere Entscheidung

11.08.2010 16:38

Die Axel Springer AG hätte aus kartellrechtlicher Sicht heute möglicherweise Chancen, Anteile an ProSiebenSat.1 zu übernehmen, wenn der TV-Konzern erneut zum Verkauf stünde. Dies ließ Andreas Mundt, der Präsident des Bundeskartellamts, in einem Interview mit dem Wochenmagazin Werben & Verkaufen (W&V) durchblicken. Nichts sei in Stein gemeißelt, so Mundt gegenüber W&V. Er könne nicht sagen, ob seine Behörde vor dem Hintergrund der heutigen Verhältnnisse die Entscheidung aus dem Jahr 2006 noch einmal genauso treffen würde. Mundt: "Wir sind heute viele Jahre weiter, das müssten wir uns noch einmal ansehen."

Erst kürzlich hatte der BGH geurteilt, dass das Bundeskartellamt die Übernahme von ProSiebenSat.1 durch die Axel Springer AG im Januar 2006 zu recht untersagt hat. Diese Entscheidung halte er nach wie vor für richtig, so Mundt. Mundt: "Heute schreiben wir das Jahr 2010. Erneut die Verhältnisse aus dem Jahr von damals anzunehmen, wäre ein grober handwerklicher Schnitzer."

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Pressekontakt/Quelle: W&V
Bild: © medienhb.de

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