Freitag, 17. November 2017 19:36:24

medienhb.Glossar

Altersfreigabe

Altersfreigaben regeln die Anwesenheit von Kindern und Jugendlichen bei öffentlichen Filmveranstaltungen sowie die Abgabe von Videokassetten und anderen Bildträgern sowie (seit 1.4.2003) Computerspielen an die jeweilige Altersgruppe. Die Stufen der Altersfreigaben sind im Jugendschutzgesetz (JuSchG) festgeschrieben: 1. “Freigegeben ohne Altersbeschränkung” 2. “Freigegeben ab sechs Jahren” 3. “Freigegeben ab zwölf Jahren” 4. “Freigegeben ab sechzehn Jahren” 5. “Keine Jugendfreigabe”
Zuständig für die Vergabe der Altersfreigaben für Filme ist die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK). Für die Ausstrahlung von Programmen im Fernsehen sind nach § 5 Abs. 4 Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV) mit den FSK-Freigaben bestimmte Sendezeiten verbunden: Beiträge mit einer Freigabe bis 12 Jahren können zu jeder Tages- und Nachtzeit gesendet werden, bei der Programmierung von Filmen mit einer 12er-Freigabe ist laut JMStV “dem Wohl jüngerer Kinder Rechnung zu tragen” . In der Praxis wird davon ausgegangen, dass diese Vorgabe mit einer Sendezeit ab 20:00 Uhr mit Sicherheit erfüllt wird. Feste Sendezeiten gelten hingegen für die Freigaben ab 16 (ab 22:00 Uhr) und ab 18 Jahren (ab 23:00 Uhr). Möchte ein Privatsender von diesen an die FSK-Freigaben gebundenen Sendezeiten abweichen, muss er bei der KJM oder einer von dieser anerkannten Einrichtung der Freiwilligen Selbstkontrolle einen Ausnahmeantrag stellen.

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