Freitag, 24. November 2017 18:18:31

medienhb.Glossar

Alias-Effekt

Bei der Digitalisierung von analogen Signalen kann es zu Fehlern wie dem Alias-Effekt, auch Aliasing genannt, kommen. Ursache dafür ist, dass die Abtastfrequenz nicht mehr als doppelt so groß ist, wie die Maximalfrequenz des Originalsignals. Diese Tatsache wird auch im Abtasttheorem von Nyquist beschrieben. Wird das Abtasttheorem verletzt, kann es unter Umständen dazu kommen, dass Frequenzen, die über der halben Abtastfrequenz liegen, als darunter liegende erfasst werden. Dadurch kommt es zu Fehlern, die sich bei Bildern zum Beispiel als Moiré-Effekt oder Treppenstufen zeigen, bei Audio-Aufnahmen äußert sich dies in verzerrten Tönen. Zur Vermeidung von Aliasing setzt man Tiefpassfilter vor der Digitalisierung ein, die nur Frequenzen unterhalb ihrer eingestellten Frequenz durchlassen. Treppenstufen werden weniger deutlich sichtbar, indem benachbarte Punkte einander farblich angeglichen werden. Eine andere Methode, den Alias-Effekt zu umgehen, ist Oversampling.

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