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ChannelD

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  • 2001
BeschreibungAm 1. September 2001 um genau 20:45 Uhr mitteleuropäischer Zeit gab Bremens Bürgermeister Hartmut Perschau das Startsignal für das Programm von ChannelD, dem ersten deutschen privaten Auslandssender. Am 21. November 2001 erhielt ChannelD den Gründerpreis Bremerhavens. Diese ist mit 100.000 DM dotierte Auszeichnung wurde 2001 bereits zum fünften Mal von der Städtischen Sparkasse Bremerhaven und der Dieckell Vermögensverwaltungs- und Beratungsgesellschaft ausgelobt. ChannelD konnte sich insgesamt unter zehn Kandidaten durchsetzen. Über insgesamt vier Satelliten wurde das technisch in Isen bei Erding produzierte Fernsehprogramm und zwei Radioangebote an die Haushalte als Pay-TV verteilt. SmartCast entwickelte hierfür eine völlig neue Sendeabwicklungs-Technik. Erstmalig wurde 2001 eine Möglichkeit geschaffen TV-Playout deutlichen effektiver und preiswerter zu gestalten als dies bisher möglich war. SmartCast betrieb die Sendeabwicklung, die Verschlüsselung inklusive der Kunden- und Smartcardverwaltung sowie den Satelliten-Uplink auf den ersten Zuführungssatelliten Astra 1A. Technisch wurde mit diesem Projekt etwas Geschichte geschrieben. Trotz des äußerst effizienten technischen Betriebes musste der Sender gut ein Jahr später seinen Betrieb wieder einstellen. Die Zurückhaltung deutscher Kunden in den USA und vor allem die mit Gebühren und Steuergeldern kurze Zeit später gestartete öffentlich-rechtliche Konkurrenz "German TV" ließen die Abonnentenzahl auf niedrigem Niveau stagnieren. ChannelD erreichte über sechs Millionen Deutschstämmige, die in Nord- und Südamerika leben. Am 27. September 2002 musste ChannelD Insolvenz anmelden. Dazu gab Programmveranstalter folgende Pressemitteilung heraus:" Der erste private deutsche Auslandsfernsehsender ChannelD hat heute beim Amtsgericht Bremerhaven Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens eingereicht. Wie der Geschäftsführer Karl-Otto Saur mitteilte, sei es in den letzten Wochen nicht gelungen, neue Investoren für den Pay-TV-Kanal zu finden, der seit dem 1. September 2001 sein Programm nach Süd- und Nordamerika ausstrahlt. Nach dem erfolgreichen Start des Senders vor einem Jahr hatten zahlreiche Medienunternehmen Interesse an einer Beteiligung an dem Sender gezeigt, der täglich 24 Stunden deutsches Programm ausstrahlt. Doch nach Ausbruch der Kirch-Krise waren diese Gespräche alle unterbrochen worden. „Das hat uns in eine schwierige Lage gebracht“, resümiert Saur, „weil wir doch die Aufwendungen für das Marketing vor Ort in Süd- und Nordamerika unterschätzt haben. Andererseits waren wir bei unseren Abonnenten mit dem Programm so erfolgreich, dass die meisten länger als sechs Stunden angeschaut hatten und sich dann über die eingeplanten Wiederholungen beschwert haben. Auch dafür brauchten wir mehr Geld als ursprünglich vorgesehen.“ Im Mai ergab sich dann eine Kooperation mit einer deutschen Fondagentur, die sich bereit erklärte, die Aufgaben Finanzierung und Marketing im Ausland zu übernehmen. Dazu wurde eine ChannelD Marketing and Sales AG in Neu-Isenburg gegründet, die sofort mit ihrer Arbeit begann, so dass ein umfangreiches Marketing-Konzept Ende August in den USA starten konnte und bereits erste, viel versprechende Resultate zeigte. Doch die parallel geführten Finanzverhandlungen gestalteten sich auf Grund der allgemeinen Medienkrise in Deutschland schwieriger als erwartet, so dass die AG der GmbH nicht mehr die notwendigen Mittel für Programm und Technik zur Verfügung stellen konnte. „Der Insolvenzantrag ist eine bittere Entscheidung“, meint Saur, „aber wir sind dazu verpflichtet, auch wenn wir darüber nicht vergessen sollten, dass die sechs Gründungsgesellschafter eine großartige Leistung vollbracht haben. Wir haben ein Jahr lang ein Programm gesendet, dass den Zuschauern ein echtes Heimatgefühl vermittelt hat, wir haben eine Technik aufgebaut, die ebenso zuverlässig wie preiswert für eine technisch einwandfreie Ausstrahlung gesorgt hat, und wir haben gezeigt, dass private Initiativen schnell, beweglich und im Hinblick auf die Kosten sehr effektiv agieren. Umso bedauerlicher ist, dass wir der allgemeinen Medienkrise zum Opfer gefallen sind. Doch wir geben die Hoffnung nicht auf, dass sich auf der erarbeiteten Grundlage von ChannelD noch ein neuer Investor findet.“ Satelli-LINE in Erding, der technische Dienstleister für Playout und Sat-Uplink, hat sich bereit erklärt, trotz Anmeldung der Insolvenz ein eingeschränktes Programm weiter auszustrahlen, um weitere Finanzierungsgespräche zu ermöglichen." (Ende Pressemitteilung). Weitere Informationen: ChannelD heißt ab 1. Oktober 2002 German Television Classic. German Television Classic wird ab sofort unter der deutschen Digital-Plattform GermanConnect vermarktet: http://www.germanconnect.com/ Der Abopreis beträgt ab 1. Januar 2003 in den USA 19,99 $, von jetzt bis 21.12.02 ist das Abo für Neukunden kosten- frei. Die Satelliten-Anlage kostet komplett 199 $. Gesendet wird über SES Americon AMC 4 auf 101 Grad West für Nord- und Südamerika.
Rundfunksystemprivatrechtlich
ProgrammkonzeptVollprogramm
ProgrammartPay-TV
Übertragungverschlüsselt
Sendezeit24 Std./Tag
ZielgruppeInteressierte
FinanzierungWerbeerlöse, Sponsoring
Sendestart01.09.2001
Sendeende10/2002
Sendegebietbundesweit
AufsichtsbehördeBremische Landesmedienanstalt
ClaimWir bringen ein Stück Heimat nach Hause.
GesellschafterIrmgard Brenner
Jürgen R. Grobbin
Georg Lehbacher
Gottfried Roth
Karl-Otto Saur
Christian Saur
Harald Schmidt
Ernst Weinheimer
Christian Zippel
VeranstalterChannelD Television und Radio GmbH
GeschäftsführerJürgen R. Grobbin
ProgrammdirektorKarl-Otto Saur
Websitewww.ChannelD.de
E-Mailpost@ChannelD.de
Anschrift ProgrammveranstalterChannelD Television und Radio GmbH
Stresemannstraße 46
27570 Bremerhafen
Deutschland
Tel.: +49 (0) 1805/ 228851
Fax: +49 (0) 1805/ 228852
SendeabwicklungPlayout-Center, Isen (bei München)
Satellit digitalAstra 1A, 2x GE4
Jahr2001
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